Cathrin Pfeifer verzaubert die Seefelder Mühle

Die Berlinerin Cathrin Pfeifer ist eine Verzauberin am Akkordeon und entsprechend gefragt. Sie für ein kleines Haus wie die Seefelder Mühle zu gewinnen, dazu gehört ein wenig Glück. Ein freier Tag im Zeitplan ihrer Solotour und ein Kontakt zum richtigen Zeitpunkt mussten zusammen kommen, damit am kommenden Freitag, 05. März 2010 ab 20.00 Uhr unter Mühlenflügeln gezaubert werden kann.

Cathrin Pfeifer integriert Spuren aus den verschiedensten Regionen der Welt in ihr ganz eigenes musikalisches Konzept. Die geographischen und stilistischen Quellen ihrer Inspirationen verselbständigen sich in ihren Kompositionen derart, dass man deren eigentliche Herkunft mitunter nicht mehr verorten kann.

Von Ferne hört man tangoeske Walzerklänge, afrikanischer Voodoo entwickelt sich zum Blues, Minimalelemente schwingen sich zu orgelhaften Passacaglia-Gebilden auf, Flamencoelemente mischen sich mit Shaktirhythmen und gehen unmerklich in Reggae, Musette oder Blues über, erfundene Folklore wird mit tanzbaren Grooves unterlegt. Einige Musiken sind bei der Arbeit an Theatern, bei Straßenspektakel und Stummfilmbegleitungen entstanden.

Dabei wird das Akkordeon auf verschiedene Weise bearbeitet. Es wird getrommelt, geklopft, geklatscht, geschnalzt, gesungen. Der Einsatz von Liveloops verleiht der Musik mehrere Dimensionen, schafft doppelte und dreifache, sich überlagernde und miteinander verwebende Klangebenen, um dann wieder zu einfachen kleinen minimalistischen Melodien zurückzufinden.

01. März 2010 von Djure Meinen
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