Die Kolumne des Bürgermeisters (29.03.2010)
Stadtsanierung – Es geht langsam dem Finale zu!
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
wer hätte es gedacht? Wir haben einen Beschluss, dass die Stadtsanierung im Bereich der Fußgängerzone fortgesetzt wird. Nur auf ein Pflaster konnte man sich noch nicht einigen. Aber jetzt steht eine Entscheidung auch darüber kurz bevor. Es passiert etwas!
Dennoch möchte ich Ihnen noch einmal verdeutlichen, dass es nicht nur die Auswahl eines Pflasters ist, was uns bewegen sollte. Es ist weit mehr!
Wer in unsere Innenstadt geht wird sehr schnell feststellen, dass sie in die Jahre gekommen ist und “frische Farbe” dringend benötigt. Damit meine ich vordergründig nicht den Anstrich der Häuser. Ich meine das Gesamtkonzept der Innenstadt.
Unsere Innenstadt hat sehr an dem verloren, was sie früher ausgemacht hat. Es fehlt an urigen und gemütlichen Ecken und an Aufenthaltsqualität, die die Kunden zum Verweilen einlädt. Gerade dies wollen wir ändern. Hierzu gehört auf der einen Seite der Verzicht auf ein störendes Mobiliar. Geschaffen werden müssen Plätze, die etwas Besonderes ausstrahlen. Sei es, dass diese Plätze einem öffentlichen Markttreiben überlassen werden, sei es, dass Kunstgegenstände Einmaligkeit in unsere Fußgängerzone bringen. Wir müssen etwas Einmaliges schaffen, etwas Unverwechselbares, worüber auch in den nächsten Jahren weit über Varel hinaus gesprochen wird. Wir müssen aus der Fußgängerzone ein Unikat machen, eine “gute Stube”.
Was brauchen wir dazu noch? Neben einer soliden Pflasterung ist von großer Wichtigkeit die Farbgestaltung der Fassaden. Varels Innenstadt hat wunderschöne alte Häuser, deren Farbanstrich besonderer Aufmerksamkeit bedarf. Aber auch die Beleuchtung, die wir mit den Sanierungsmitteln auf den allerneuesten Stand bringen können, muss stimmig sein. Der Spruch bei Gewerbetreibenden “Licht lockt Leute” wird zu 5/6 finanziert. Es muss wieder Spaß machen, sich auch abends in die Innenstadt zu begeben. Wer heute nach 19 Uhr diesen Raum betritt, wird von gähnender Leere begrüßt. Nette Cafes und Kneipen passen auch zu Varel. Hoffentlich erkennen die jetzigen Eigentümer ihre wichtige Funktion, die sie wahrnehmen müssen. Nur mit günstigen Mieten für junge Unternehmer kann Varels Innenstadt überleben. Aber auch die jetzigen Gastronomen sind eingeladen, in die Geschäfte zu investieren.
Auf eine Kurzformel gebracht: Neues Leben durch gut akzentuierte Plätze, schön gestaltete Häuser, die durch optimierte Beleuchtung die Menschen in den Kneipen und Cafes halten. Tagsüber für die Einkaufenden, abends für die in Varel wohnenden Menschen. Kultur rundet das Ganze ab.
Ach ja: Zum Schluss noch ein Wort zu unserer Parkplatzsituation!
Rings um unsere Innenstadt haben wir die kostenlosen städtischen Parkplätze Lange Str., Windallee, Rathaus, Düsternstr. Kostenlos Parken kann man beim Markantmarkt, bei Netto/Deichmann, bei Famila, in den Straßen der Innenstadt mit Ausnahme der Drostenstraße, der Neue Str., der Neumühlenstr., Nebbsallee/Marktplatz und Bgm.-Heidenreich-Str.
Ich meine, dass wir sehr viel kostenlosen Parkraum zur Verfügung stellen. Es ist ein ausgewogenes Verhältnis zu den nicht kostenlosen Parkplätzen im absoluten Innenstadtbereich. Wer nach Varel kommt, findet auch immer einen kostenlosen Parkplatz. Dass Varel eine gute Parkplatzsituation hat, wurde vor nicht einmal zwei Jahren in einer Stellungnahme dargelegt. Schön wäre es natürlich, wenn wir in nicht all zu weiter Ferne beim jetzigen Postgebäude weitere Plätze schaffen könnten. Aber dazu brauchen wir erst noch einen Investor, der das Gebäude kauft, abreißt, und mit der Postfiliale integriert wieder etwas Neues baut. Dieser Baustein der Stadtsanierung wird wie die Erneuerung des Schlossplatzes noch viel Geld kosten. Geld aus dem Erlös des Schützenwiesenverkaufs. Denn allen muss bewusst sein: Auch das letzte Sechstel muss refinanziert sein.
Sie sehen, alles spielt irgendwie ineinander: Wir haben die Chance, Positives zu schaffen. Fangen wir an! Gemeinsam werden wir es schaffen!
Herzlichst, Ihr
Gerd-Christian Wagner
Die Kolumne des Bürgermeisters erscheint seit dem 03. August 2009 auf varel.de und parallel auch hier im Blog für Varel.


1 Kommentar
Ich möchte ja keinem zu nahe treten aber man sollte es vorher erstmal schaffen Einigkeit unter den Geschäftsleuten herzustellen und die Öffnungszeiten zu vereinheitlichen. Dann erst sollte man über optische sachen diskutieren. Es kann nämlich nicht sein das der erste um 8.00 Uhr auf macht und der letzte erst um 10.30 Uhr.
Und es ist auch nicht schön wenn man pünktlich zur Öffnungszeit vor der Tür steht und zehn Minuten später ist immer noch keiner da