Landkreis fordert Erhalt der Sozialpädagogen

Geschrieben von Djure Meinen am 15. März 2010 in Schulen
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Der Landkreis Friesland fordert vom Niedersächsischen Kultusministerium, das Förderprogramm zur Beschäftigung von Sozialpädagogen an Schulen fortzusetzen.

Jever – Der Kreisausschuss des Landkreises Friesland fordert von der Niedersächsischen Landesregierung, auch über das Jahr 2010 hinaus vorrangig an Hauptschulen, Förderschulen und Integrierten Gesamtschulen Stellen für Schulsozialpädagogen zu schaffen. Die Hauptschulen des Landkreises Friesland nehmen derzeit an einem Förderprogramm des Niedersächsischen Kultusministeriums zur Profilierung der Hauptschulen teil. Aus diesen Landesmitteln werden Sozialpädagogen an den Schulen beschäftigt, die den Übergang von der Schule in den Beruf begleiten. Das Förderprogramm endet zum 31. Dezember 2010. Die Zukunft des Programms ist nach Mitteilung der Landesschulbehörde noch nicht geklärt.

“Für den Landkreis Friesland ist eine Fortführung des Programms unverzichtbar. Die damit befristet eingestellten Sozialpädagogen leisten wertvolle Arbeit und sind nicht zu ersetzen”, so Frieslands Landrat Sven Ambrosy in einem Brief an das Kultusministerium. Aus diesem Grund fordert der Landkreis Friesland auch die Fortführung in Form eines dauerhaften Zuschusses oder einer Richtlinie, die eine unbefristete Einstellung der Sozialpädagogen durch das Land Niedersachsen ermöglicht.

Es hat sich auch in Friesland gezeigt, dass in den Haupt-, Förder- und Integrierten Gesamtschulen der Bedarf an Schulsozialpädagogen ständig wächst, da das Konfliktpotenzial zunimmt und die Lehrkräfte zeitlich nicht in der Lage sind, Schülerkonflikte über ein gewisses Maß hinaus zu lösen. Finanziert werden könnte dieser wichtige Schritt aus Ersparnissen, die das Land wegen der demografischen Entwicklung und des dementsprechend sinkenden Umfangs der Versorgung mit Lehrerstunden erzielt – so der Vorschlag des Landkreises.

Wie ernst es dem Landkreis mit der Forderung nach Erhalt dieser wichtigen Stellen ist, zeigt auch die geplante Einstellung einer Sozialpädagogin oder eines Sozialpädagogen durch den Landkreis selbst, Einsatzorte sollen die Förderschule in Jever und die IGS Friesland sein. Dieses Engagement vor Ort bekräftigt noch die Forderung an die eigentlich zuständige Landesregierung, über 2010 hinaus zahlreiche derartige Stellen zu schaffen.

Quelle: Landkreis Friesland

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