Willgerodt trifft zum Ausgleich

Dank einer Leistungssteigerung nach der Pause – insbesondere auf der Torhüterposition – hat die HSG Varel am Abend einen Heimpunkt gegen den SC Magdeburg II sichern können. Mannschaftskapitän Philip Willgerodt traf in der Schlussminute zum 32:32-Ausgleich, den Punkt sicherte Keeper André Seefeldt mit einer Parade im Gegenangriff. Lukas Kalafut war einmal mehr mit zehn Toren bester HSG-Werfer.

“Wer 1:0 führt, der stets verliert” sagt eine bekannte These: Lukas Kalafut erzielte nach zwanzig Sekunden das 1:0 für die Gastgeber und sorgte gleichzeitig für die einzige Führung der Hausherren im weiteren Spielverlauf. Die jungen Gäste aus Magdeburg spielten couragiert und frech auf, einfache Aktionen im Angriff sorgten für eine schnelle 4:1-Führung. Mit Alexander Auerbach (verletzte sich in der zweiten Hälfte) und Rouwen Thoke hatten die Bördestädter Durchschlagkraft in ihren Reihen. Eine gute Wurfquote brachte auch den Ausschlag für die 18:15-Führung der Gäste beim Pausenpfiff. Weder André Seefeldt noch Christoph Dannigkeit konnten sich nachhaltig auszeichnen. Bei der HSG dagegen viel Wurfpech, sei es bei Korings Lattenkracher oder Coors‘ Wurf von Halblinks. Bei Malte Köthers Gegenstoß konnte Magdeburgs Torsteher Patrick Schulz seine Klasse beweisen. Zudem machte sich das verletzungsbedingte Fehlen von Vaidas Dilkas in der Abwehr bemerkbar.

Nach dem Pausentee steigerte sich die HSG-Deckung, insbesondere Seefeldt bekam nun seine Finger an die Magdeburger Würfe. Doch im Angriff fehlte zu Beginn wieder das Wurfglück: Bötel verzieht nach einem Durchbruch und auch Köther verzieht nur knapp. Dennoch kommt Varel zurück in die Partie, auch weil Magdeburgs Spielmacher Auerbach verletzt passen muss. Willgerodts Doppelschlag bringt nach einer Dreiviertelstunde Spielzeit den 22:23-Anschluss. Youngsters-Coach Christian Prokop greift mittels Time-Out sofort ein. Seine Worte haben Wirkung, der Ausgleich will zunächst nicht fallen, stattdessen zieht der Gast wieder auf drei Tore davon (25:28). Coors und Trainersohn Kalafut verringern mit ihren Treffern den Abstand, den Renke Bitter zum 29:29 egalisiert. Die letzten sechs Spielminuten bleiben spannend: Magdeburg legt immer ein Tor vor, die HSG kontert. Erst trifft Kalafut und dann ist es zweimal der Kapitän – am Ende kann die HSG einen Punktgewinn einfahren und beweisen, dass nicht alle Thesen eintreffen.

Quelle: HSG Varel

28. März 2010 von Djure Meinen
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