Handball: 28:25 im Prestige-Duell

Die 1.200 Zuschauer in der EWE Arena erlebten am Abend ein umkämpftes Derby, wobei die  Hausherren einen verdienten 28:25-Heimerfolg feiern durften. André Seefeldt (13 Paraden) sowie Lukas Kalafut (9/1 Tore) und Jan Molsen (10) ragten bei der HSG Varel heraus. Beim VfL Edewecht, der in der Abwehr akribisch kämpfte, konnten Jörn Wolterink (9/4 Treffer) und Torwart Ben Wendler (11 Paraden) auftrumpfen. Dass die HSG Varel mit dem Sieg im Prestige-Duell zugleich auch die inoffizielle Jadebusenmeisterschaft gewonnen hat, ist ein schöner Nebeneffekt.

Das Spielgeschehen kann als “zerfahren” eingestuft werden. Beide Abwehrreihen schenkten sich nichts, oftmals zeigten die Schiedsrichter passives Spiel an und zwangen die jeweiligen Schützen zu unvorbereiteten Würfen. Die HSG hat drei Trümpfe an diesem Abend, zunächst sind es André Seefeldt mit wichtigen Paraden als auch Trainersohn Lukas Kalafut, der auch nicht von einer schmerzhaften Bänderverletzung zu stoppen ist, mit einfachen Treffern sorgen für eine stete Führung der Friesländer. 3:0, 5:2, 8:5 und 12:9 sind die ersten Stationen im vierten und letzten Weser-Ems-Derby der Saison 2009/2010. Edewecht und Keeper Wendler lassen die Vareler aber nicht weiter wegziehen, als drei Tore. Zu Haupttorschütze Kalafut jr. gesellt sich nun Jan Molsen, der Linksaußen weist zur Pause eine blitzsaubere Quote auf: 5 Würfe, 5 Treffer. Auch der geschwächte Spielmacher Niels Bötel kommt jetzt ins Spiel, aber auch er tut sich gegen die nun aggressivere Deckung des VfL schwer. Neuzugang Maris Versakovs tut dem VfL-Spiel sichtlich gut: oftmals finden seine Anspiele den freien Mann am Kreis, Steffen Köhler.  Die Gäste aus dem Ammerland kommen bis zur Pause auf einen Treffer heran: bei 13:12 werden die Seiten gewechselt.

Nach dem Pausentee kommen die Edewechter von Trainer Arek Blacha mit zwei Treffern besser aus den Startlöchern, erstmals führt der VfL an diesem Abend. Es bleibt aber die einzige Führung, denn nun folgen Varels stärkste Minuten, in denen Seefeldt und Kalafut die Protagonisten sind. Bis auf 20:16 gehen die HSG-Spieler in Führung, doch Edewecht steckt wie erwartet nicht auf, kommt über Weihrauch und Wolterink wieder heran. Jetzt folgt auf Vareler Seite wieder die Trumpfkarte Molsen: 5 der letzten 6 Gastgebertreffer gehen auf das Konto von Molsen – der 28:25-Erfolg wird sicher über die Zeit gebracht.

Mit dem zehnten Saisonsieg beendeten die Kalafut-Schützlinge ihre Durststrecke von vier knappen Spielen in Serie, die nicht gewonnen werden konnten. Kalafut freute sich über den Sieg, der “wichtig war” und “typisch Derbystimmung” hatte. Arek Blacha war mit seiner Abwehr zufrieden, mit dem Angriff allerdings nicht.

Quelle: HSG Varel

12. April 2010 von Djure Meinen
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