Varelblog: Eingeschränkter Sendebetrieb

Als vor ein paar Monaten das Blog für Varel an den Start ging, habe ich für die About-Seite Folgendes formuliert:

“Das Blog für Varel ist zunächst einmal nicht mehr als ein Experiment. Es geht darum, ein Gespür für den Aufwand zu entwickeln, herauszufinden, wer dabei mitmachen könnte und möchte und auf wie viel Interesse das Blog stößt.
Teil des Experiments wird auch sein, über die Refinanzierung nachzudenken und ein paar Dinge in dieser Hinsicht auszuprobieren. Mit ernsthaften Einnahmen ist aber erst mal kaum zu rechnen.”

Inzwischen bin ich um ein paar Erfahrungen reicher. Insbesondere zum Aufwand habe ich mehr als nur Gespür entwickelt. Knapp lässt sich dazu sagen: Um meinen Ansprüchen einigermaßen zu genügen, müsste man ein ordentliches lokales Blog zum Vollzeitjob erheben.

Diese Zeit habe ich nur vorübergehend aufwenden können. Das reichte dann zwar für ein paar hoffentlich ganz ordentliche Texte, für die Gewinnung neuer regelmäßiger Autoren oder gar Arbeit an der Refinanzierung aber nicht.

Da ich parallel bekanntlich an weiteren Projekten arbeite – mit denen ich teilweise auch Geld verdiene – habe ich mich jetzt entschlossen, die (sichtbare) Arbeit für das Varelblog vorläufig einzuschränken.

Ich glaube, ich konnte zeigen, wie ich mir ein lokales Blog vorstelle. Was ganz klar noch fehlt sind Autoren und die Bereitschaft – etwa von (Sport-)Vereinen -, eigene Texte beizusteuern. Diese Lücke zu schließen, könnte die Aufgabe für die nächste Projektphase sein.

Gleichzeitig wäre die Frage der Refinanzierung zu klären. Mögliche Anzeigenkunden und/oder Sponsoren müssten neben der Hoffnung auf Steigerung von Reputation und Umsatz dabei sicher ein gutes Stück Idealismus mitbringen. Das Varelblog hat – das zeigen Auswertungen und persönliche Reaktionen – treue und teilweise begeisterte Leser. Leider aber (noch) nicht sehr viele.

Also liebe Leser und Unterstützer: Bleiben Sie dem Varelblog trotz geringerer Schlagzahl treu, reden Sie mit und über uns und entwickeln Sie gerne eigene Ideen für die Zukunft.

13. April 2010 von Djure Meinen
Kategorien: Varel 2.0 | Schlagwörter: | 8 Kommentare

Kommentare (8)

  1. Schade Djure, kann das aber – auch Dank eigener Erfahrungen mit “ehrenamtlichem” Engagement verstehen.

    Trotzdem – lass uns weitermachen!

    Anke

  2. Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage… ;)

  3. Finde ich auch schade. Bin selbst in der Anfangs- und Experimentierphase und verbringe etwas zu viel Zeit damit, allerdings mehr privat als beruflich. Habe von Varelblog einiges gelernt. Danke dafür, und bleiben Sie am Ball.

  4. Hey. Ich höre nicht auf mit dem Bloggen ;). Ich muss mich nur mal entspannen.

  5. Hey Djure!

    Schade, aber verständlich. Mir fiel gerade ein: Wäre es nicht für eine Schul-AG mal spannend, im Rahmen des Lokalblogs selbst journalistisches Schreiben zu üben? Dafür wären hier ja ein paar mehr Freiheiten als bei der gedruckten Zeitung da, oder? Und zudem würden die Schüler direkt mal dieses “Bloggen” ausprobieren ;)

    Viele Grüße & bis morgen bei der re:publica!
    Markus

  6. auch wenn es im varelblog jetzt mit gezogener handbremse weitergeht: ich bin davon überzeugt, dass in derartigen lokalen oder regionalen initiativen viel zukunft schlummert. gerade in unserer region – haben wir doch z.b. in diesen wochen viel über unsere last mit der nwz diskutiert – braucht es eine plattform, auf der so demokratisch, hierarchiefrei und direkt agieren kann. dafür wird langer atem benötigt, denn wir erleben erst den anfang einer entwicklung, bei der sich auch in der ländlichen und kleinstädtischen region die wahrnehmung und das selbstbewusstsein verändern kann. aber der benötigte raum muss noch erobert werden.
    derartige projekte werden nur dauerhaft sein können, wenn sie vernetzt angelegt sind: vor ort und für jedes einzelprojekt durch eine breite beteiligung von aktiven unterstützer/innen, aber auch durch die vernetzung mit ähnlichen initiativen, um konzepte gemeinsam weiterzuentwickeln und ressourcen gemeinsam nutzen zu können.
    pionierarbeit – ich bin froh, dass es bei uns experimentierfreudige leute wie djure gibt, die neugierig, mutig und ideenreich loslegen.
    mich würde es freuen, wenn die pflanze varelblog weitere blüten treiben kann und irgendwann als richtiger baum publizistischen schatten spendet.

  7. Hey Djure,

    schade, schade. Aber seit BrakeBlog.de weiß ich, dass ein regionales Blog verdammt viel Arbeit ist. Noch leiste ich mir die Zeit und die Arbeit dahinter. Auch wenn Phasenweise mal weniger Content anfällt.

    Hoffentlich kommst du bald zurück mit dem VarelBlog

  8. Pingback: Ein Blog für Varel » Neustart: Mehr ich!

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